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NLP und Politik, Pressereaktionen

Hat Dr. Jörg Haider seine Plakate mit NLP-Design gestaltet?

Die Vorgeschichte:

Anfang der 90er Jahre hat Michael Winter den Zusammenhang zwischen den NLP-Erkenntnissen über die Augenbewegungen, und der Werbung weltweit erstmals thematisiert und erforscht.
In Zusammenarbeit mit Dr. Gerhard Puttner (Werbeagentur Dr. Puttner & Bates) konnten damals verschiedene große Werbekampagnen analysiert werden.
Aus dieser Zusammenarbeit entstanden auch wesentliche Erkenntnisse für das spätere Buch "NLP und Werbung" (Seuhs-Schöller, Puttner, Winter, Ueberreuter Verlag 1999).

In weiterer Folge entwickelte Michael Winter die Techniken des NLP-Design und Eyemodding zur Verbesserung medialer Kommunikation. Die Ergebnisse wurden am Lehrgang für Werbung und Verkauf an der WU Wien öffentlich gemacht.

Die Entwicklungen um die Jahrtausendwende:

Die Implementation von NLP Know-how in der Werbung ist aus ethischen Gründen vorsichtig zu gestalten. Sie ist sinnvoll, wenn sie die Aufnahme von Information erleichtert, jedoch generell abzulehnen wenn sie manipulative Zwecke verfolgt.
Gerade bei politischer Werbung sind die ethischen Aspekte besonders wichtig, da sie sich unmittelbar auf das Machtgefüge des Staates auswirken.

Bei der Plakatkampagne für die Nationalratswahlen 1999 drängte sich der Eindruck auf, daß die FPÖ Sujets in hohem Maße mittels NLP-Design optimiert waren.
Die Art der Implementation war nach Ansicht von Michael Winter jedoch ethisch bedenklich, sodaß sich für ihn die Verpflichtung ergab, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.
Daraus entstand der Artikel in der Presse vom März 2000.
Obwohl ungenau zitiert und aus einem mündlichen Gespräch entstanden, zeigte der Artikel die Brisanz der Thematik und löste eine größere Anzahl von Berichten in verschiedenen großen Medien aus.

Unabhängig davon hatte der Linzer NLP-Lehrtrainer Univ.Prof. Dr. Walter Ötsch die Sprachstrukturen von Jörg Haider über mehrere Jahre hinweg studiert und veröffentlichte im Jahr 2000 ein Buch zum Thema ("Haider light: Handbuch für Demagogie", Czernin Verlag, Wien).

NLP und Manipulation:

Michael Winter war vor der Veröffentlichung des Presse Artikels einem Gewissenskonflikt ausgesetzt: Sollte man den Ruf der eigenen Methode riskieren, um die Öffentlichkeit vor der Gefahr des NLP-Missbrauchs zu warnen?

Wenn bei oberflächlichem Journalismus die Fakten nicht klar dargestellt würden, bestand die Gefahr, dass NLP als grundsätzlich unethische oder manipulative Methode erscheinen könnte.
Es war daher besonders wichtig klarzustellen, daß manipulative Werbung ein Missbrauch dieser Technik ist.

Dieser wichtige Aspekt scheint ausreichend kommuniziert worden zu sein:
Auch als Folge der medialen Diskussion hat in den darauffolgenden Jahren ein verstärktes Interesse an NLP-Ausbildungen eingesetzt.
Der Zusammenhang zwischen Augenbewegungen und Werbung ist seither im deutschsprachigen Raum langsam in den regulären NLP-Lehrstoff eingesickert.
Es besteht daher die Hoffnung, dass dieses Know-how in Zukunft auf einer breiteren Basis Bekanntheit erlangt, und somit einem Missbrauch vorgebeugt wird.

Ähnlich wie Geld, Macht oder andere Kommunikationstechniken (z.B. klassische Hypnose) kann NLP ethisch oder unethisch eingesetzt werden.
Das neurolinguistische Programmieren verfolgt in seiner Heimat von Coaching, Beratung und Therapie das einzige Ziel, Menschen zu helfen - und funktioniert großartig!